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Wir haben eine neue "Gruppe für Kindergarten Kinder von 3 Jahre bis Schuleintrittsalter" aufgemacht und es sind noch Plätze frei.

Bewerbung in der Gärtnerstraße 15-17 oder unter Tel.: 0621 410 777 07 anmelden.

 

Entstehungsgeschichte der Waldorfkindertagesstätte und mögliche Zukunftsperspektiven…

Ende der 70ziger Jahre entstand aus der üInitiative von Renate Brecht und Studenten der Freien Hochschule für anthroposophische Pädagogik (Zielstraße) eine Einrichtung für Kinder der Alterstufen 3 – 12 Jahren in der Neckarstadt West.

Mit großem Einsatz und viel Unterstützung von Seiten der Hochschule gelang es einen ehemaligen Friseurladen in der Langstraße 45 umzubauen und für die Bedürfnisse eines Waldorfkindergartens einzurichten. Der dazugehörige Innenhof wurde gemietet und zu einer Spielfläche umgestaltet.

1992 wurden noch zwei Garagen ausgebaut, welche heute für die Freizeitgestaltung und vor allem für die Hausaufgabenbetreuung geeignet sind. Die Kinder aller Alterstufen sind in Haus und Gelände gemischt. Der organisatorische Ablauf, die Gestaltung des Tages, die Elternarbeit, die Gespräche mit den Lehrern aus sämtlichen Schulen des Stadtteils wurden von Frau Brecht, Studenten, Zivildienstleistenden und Praktikanten gewährleistet. Einige Studenten, die ihr Studium absolviert hatten wurden später fest angestellt.

Manche Kinder kamen von selbst vor und nach der Schule oder Eltern entdeckten beim Vorbeilaufen den neuen Kindergarten. Auch die Studenten bemühten sich sehr um den Kontakt mit Familien aus der Neckarstadt. Jeden Morgen fuhren sie mit dem von der Aktion Sorgenkind (heute Aktion Mensch) gespendeten Bus los und holten die Kinder von zu Hause ab, oder sammelten sie im Stadtteil ein, da kein Erwachsener die Notwendigkeit sah, sie einen Kindergarten besuchen zu lassen.

Heute arbeiten wir in zwei altersgemischten Gruppen mit jeweils zwei Gruppenleitern. Die Gruppenleiterstellen bestehen aus: einer staatlich anerkannten Krippen- und Heimpädagogin, einem Sozialpädagogen und zwei staatlich anerkannten Heilpädagoginnen, die auch jeweils eine staatlich anerkannte Erzieherausbildung absolviert haben.

Die ca. 27 Kinder im Kindergartenalter sowie die 20 Kinder im Schulalter sind vorwiegend türkischer, aber auch kurdischer, irakischer, indischer, italienischer, spanischer und deutscher Herkunft. Bestimmend für unseren Einrichtungsalltag ist somit nicht nur das interkulturelle, leider oft sozial schwache Element, sondern besonders der Aspekt der Integration und des Erwerbs guter deutscher Sprachkenntnisse.

Geprägt ist unser Kindergartenalltag nicht nur von den mangelnden deutschen Sprachkenntnissen. Viele Kinder weisen zudem starke motorische und soziale Defizite auf. Für unsere Arbeit bedeutet dies einen enormen Mehraufwand um eine intensive Unterstützung und Förderung zu gewährleisten. Gerade bei Kindern die erst in fortgeschrittenem Alter den Kindergarten besuchen geht es hauptsächlich darum, sie in relativ kurzer Zeit schulfähig zu machen, d.h. ihre Sprachfähigkeit so voran zu treiben, dass sie nach der Einschulung, den Aufgabenstellungen des Lehrers folgen können.

Die Arbeit mit den Schulkindern ist meist geprägt von deren Misserfolgen in der Schule. Die Eltern kommen oft erst dann zu uns, wenn ihr Kind sitzen zu bleiben droht, oder schlechte Noten in der Schule bekommt. Von der Nachmittagsbetreuung der Schulkinder erhoffen und erwarten sie vor allem eine deutliche Verbesserung in der Schulleistung.

In der Zukunft wollen wir von unserer Arbeit als „Auffangstation“ hin zu einer Einrichtung, die den Kindern Mut macht auf ein Leben in unserer Gesellschaft. Mut auf ein Leben, dem sie sich nicht nur gewachsen fühlen, sondern in das sie sich als selbstbewusste Menschen auch eingliedern wollen und können. Hierfür gilt es natürlich Fähigkeiten und Kompetenzen anzulegen, die sie für ein tolerantes und eigenständiges Leben brauchen.

Um dies auch sinnvoll ermöglichen zu können, erscheint es uns als äußerst wichtig, eine zusätzliche altersgemischte Gruppe einzurichten. So bestünde die Möglichkeit ganz kleine Kinder unterstützend ins Leben zu begleiten um sie nicht später „auffangen“ zu müssen.


Waldorfkindertagesstätte,Waldorfkindertagesstätte,waldorfkitamannheim Unsere Arbeit in der Waldorfkita Necharstadt Mannheim Logo  Warum ist Altersmischung wichtig? 

Weil diese zusätzliche Gruppe eine weitere Altersstufe berücksichtigt. Es handelt sich hier um Kinder vom zweiten Monat bis hin zum Schuleintritt. Die bisherige Betriebserlaubnis umfasst nur Kinder vom dritten Lebensjahr an bis zum Schulbeginn. In den vergangenen Jahren mussten wir allerdings zur Kenntnis nehmen, dass der Kindergartenbeginn im dritten, vierten oder fünften Lebensjahr nicht ausreicht, um alle notwendigen Entwicklungsschritte zu durchlaufen, die für die Schulreife und eine sinnvolle Integration erforderlich sind.

Weil wir gerade bei kurdischen und türkischen Familien beobachten, dass sie ihre Kinder möglichst spät in den Kindergarten geben und sie dann, meist aus finanziellen Gründen, früh in die Schule schicken. Oft mangelt es ihnen nicht nur an Vertrauen in die deutschen Einrichtungen. Der Grund der späten Anmeldungen liegt häufig in der Isolierung der Mütter, welche durch die Abgabe der Kinder in den Kindergarten entsteht. In der neuen altersgemischten Gruppe für Kinder vom zweiten Lebensmonat an bis zum Schuleintritt, sollen die Eltern (Mütter) mit einbezogen werden. Sie wären nah am Kind, hätten dabei aber Anschluss an die Gemeinschaft, welche neue Perspektiven und Kontakte ermöglicht.

Weil wir vielfach erleben, dass uns die bereits älteren Kinder mit großem Misstrauen begegnen. Oft hat man ihnen zuhause zahlreiche Anweisungen, vor den „Versuchungen“ eines deutschen und christlichen Kindergartens „auf der Hut zu sein“ eingeprägt, so dass sie sich nicht frei verhalten können. Dieses Misstrauen abzulegen benötigt viel Zeit und erst danach sind die Kinder für uns erreichbar und pädagogisch zugänglich.

Weil wir inzwischen durch intensive Elternarbeit, die nicht in Elternabenden stattfindet, sondern in Hausbesuchen und individuellen Betreuungsarten, soviel Vertrauen gewonnen haben, dass selbst die ganz zurückhaltenden Familien – trotz Verständigungsschwierigkeiten – uns ihre Kleinkinder in Obhut geben wollen. Genau darin verbirgt sich die Chance einer erfolgreichen Integration.

Weil viele Familien den Wechsel zwischen Krippe und Kindergarten scheuen und aus diesem Grund die Kinder erst in den Kindergarten schicken. Dadurch geht in diesem Alter viel kostbare Zeit verloren. Der Wechsel kann durch altersgemischte Gruppen vermieden werden. Die Kinder sind durchgängig in der Gruppe integriert.

Weil wir durch zahlreiche Anfragen wissen, dass der Bedarf für eine Betreuung ihrer Kleinkinder besteht.

Weil wir somit die Möglichkeit hätten die Kinder durchgängig vom Kleinkindalter bis hinein in die Grundschulzeit zu begleiten und zu fördern.

***

Klaus-von-Dohnanyi

  Bildung und Verrohung…

können durchaus nebeneinander bestehen. Die Äußerlichkeiten der Bildung schützen vor gar nichts.  Die Innerlichkeiten sind es. Das heißt, es genügt nicht, ein Gedicht aufsagen zu können oder es auch nur zu kennen. Der Schutz vor Verrohung liegt da, wo man versteht, dass die Quelle der Kunst in der Menschlichkeit liegt und im Verstehen und Mitleiden am menschlichen Schicksal.

Klaus von Dohnanyi

 


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